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Was gibt es über die Entstehungsgeschichte von Line Dancing zu erzählen?

Zuerst ein wenig über die Geschichte der Countrymusic, um Line Dance besser verstehen zu können. (Eine ausführlichere Version findet Ihr im nächsten Menüpunkt!) Countrymusic entstand aus der Western-Folkore und ist die Bezeichnung für die ursprünglich aus Europa stammende Volksmusik der weißen Siedler in den USA. Die typischen Instrumente waren Fidel und Dulcimer, später kamen Gitarre und Banjo dazu. Um 1900 wurden für Spielarten der Countrymusic die Begriffe Hillbilly Music und Bluegrass geprägt. Zudem kam zur Countrymusic die Steel Guitar als typisches Instrument hinzu.

In den 1920er Jahren entdeckte die Musikindustrie die Countrymusic. In Nashville, Tennessee, entwickelte sie sich zur "Country and Western Music" und wurde zum Show-Business, wodurch die Countrymusic im Sinne einer populären Musik abflachte. Während in den USA in den 1960er Jahren eine zu Nashville gegenläufige Bewegung einsetzte und die Countrymusic wieder der ursprünglichen Art näherbrachte, hielt sich in Deutschland noch lange die populäre Form. Aus der Verbindung von Country- und Rock-Elementen entwickelte sich die Spielart des Country-Rock

Der US-amerikanische Countrysänger G. Brooks hat der Countrymusic mit seinem neuen Stil, der eine fließende Grenze zu Rock und Pop erreicht, in den 1990er Jahren zu einem enormen Popularitätsgewinn verholfen.


Doch nun zum Line Dance. Man hört viele Versionen über den Ursprung dieser Tanzart. Es gibt aber für die Entstehungsgeschichte keine gesicherten Informationen. Vieles beruht auf Hörensagen, vieles ist Fantasie und Wunschdenken. Daher ist das Folgende eine Sammlung aus verschiedensten Quellen.

Als die europäischen Einwanderer nach Nordamerika kamen, brachten sie nicht nur ihre Musik, sondern auch ihre Volkstänze mit, die sich vermischten und zum heutigen Round- und Square Dance entwickelten. Vor allem die "Contre Dances" der Franzosen, bei denen sich die Tänzer in zwei Linien gegenüberstehen, trugen sicherlich mit zur Entstehung der heutigen Line Dances bei. Die daraus entstanden "Contra" Tänze in New England sind durch den Tanz "Stroll" Anfang 1940 bekannt geworden, der wiederum im Film "Grease" von John Travolta getanzt wurde. Neben dem Einfluss indianischer Tänze, irischer und schottischer Volkstänze, spielen Tänze wie Polka und Cha Cha eine wichtige Rolle. Aber auch Walzer, Foxtrott, Rumba, Boogie-Woogie, Twist und Rock bestimmen die Rhythmen und Stile der Tänze. Line Dance ist somit eine Mischung einer Vielzahl von Tanzstilen aus einer Vielzahl von Nationen.

Bei den Line Dancern gibt es die historische Variante, dass sich Line Dancing aus der amerikanischen Geschichte und Kultur entwickelt haben soll. Bereits zwischen 1860 und 1890 hatten "New World People" der Westgebiete ihr aus ferner Heimat mitgebrachtes Tanz-Brauchtum in die neue "Country-West- Lebens-Ecke" mit eingefügt. Ende des 19. Jahrhunderts sollen die Cowboys diese Tänze übernommen und ihrem Western Stil angepasst haben. Die Tänze sind gekennzeichnet durch einfache Schritte und das Country Flair, das die Kultur jener Zeit widerspiegelt. Da Frauen in der Anfangszeit "Mangelware" in ihrem Umkreis waren, tanzten dieser Variante nach zu Beginn nur die Männer. So sollen sich partnerunabhängige Tanzformen entwickelt haben. Da es aber auch einige Cowgirls unter den Tänzern gab, entwickelten sich demnach Partnertänze, wie der Two-Step, Cotton Eye Joe und andere mehr.

Nicht nur von Tanzhistorikern wird diese Version allerdings als "Märchen" bezeichnet. Mal abgesehen davon, dass zu dieser Zeit die Cowboys mehr mit ihrem Überleben beschäftigt waren, als neue Tanzformen zu kreieren. Überraschend ist insofern, dass desöfteren in Pressetexten, Webseiten u.ä. der Ursprung des Line Dance mit dieser Märchen-Variante - Ursprung des Line Dance bei den amerikanischen Einwanderern - verbunden wird... Entweder hat man (u.a. unseren Text) nicht richtig und vollständig gelesen (Pisa lässt grüßen...), oder die Entstehung des Line Dance mit der Entstehung der Country-Musik verwechselt. Unbestritten ist sicherlich, dass sich beim Line Dance verschiedenste Tanzstile (auch aus alten Zeiten) mischen. Entstanden ist er aber erst in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts!

Der Ursprung des Line-Dance liegt im Rock'n Roll, und mit der Discomusik der 1970er Jahre (s.u.) begann der eigentliche Durchbruch des Line Dance. Die Choreografie des Line Dance erfolgte ursprünglich zu allen Arten der Musik. Meist waren es Merengue oder Paso Doble Party Mixer, zu denen die Tänze choreografiert wurden. Inspiriert durch den Country-Flair der Italo-Western der Filmindustrie gelang es der Musikindustrie mit einem cleveren Marketing-Trick für den Song "Acky Breaky Heart" einen eigenen Tanz von Melanie Greenwood schreiben zu lassen, um diesen Song zu promoten. Eigene Tänze für Country-Songs zu schreiben förderte marketingträchtig den Erfolg der Country-Music. Der Plattenverkauf stieg dadurch um ein Vielfaches. Weltweite Verbreitung erlangte der Line-Dance in Verbindung mit der Country-Music letztlich durch das US-Militär, das in vielen Ländern stationiert war bzw. ist. In Europa sind Großbritannien und die Niederlande die Hochburgen des Line Dance.

Weitere Quellen besagen, dass die ersten gesicherten Aufzeichnungen für Line Dance aus den 1950er Jahren stammen. Ein besonderes Highlight soll die amerikanische TV-Sendung "American Bandstand" gewesen sein, die bereits seit 1952 wöchentlich die neuesten Tänze unter dem Namen "Line Dance" verbreitete und Anfang dieses Jahrhunderts das 50-jährige Jubiläum feierte. Einer der bekanntesten Tänze aus dieser Zeit ist der "Elephant Walk".

Die Line Dances in der heutigen Form entstammen jedenfalls Anfang der 1970er Jahre. 1978 wurde dieser Tanzstil durch "Saturday Night Fever" zu einer Sensation. So wie sich zwischenzeitlich Pop- und Country-Musik langsam zu mischen begann ("New-Country"), entwickelte sich auch diese Tanzform weiter. Line Dance ist somit eine sehr junge Tanzform.

1980 wurde durch John Travolta und dem Film "Urban Cowboy" ein immer größer werdender Kreis auf Line Dancing aufmerksam – mit der Mode, der Musik und Tänzen im Western Stil.

1993 gelang "Line Dancing" der weltweite Durchbruch mit dem Hit "Acky Breaky Heart" von Billy Ray Cyrus, zu dem ein eigener Line Dance kreiert wurde (s.o.).



Tanzform

Line Dance - seit 2002 auch in Deutschland eine anerkannte Sportart - wird in Linien ("in line") neben- und hintereinander in der Gruppe getanzt. Man benötigt keinen Tanzpartner für diesen Formationstanz. Jeder tanzt "solo" und doch synchron. Die Tanzbegeisterten stellen sich in Reihen neben- und hintereinander auf (Lines), und (nicht nur) zu Country-Musik kann/darf Gelerntes und Geübtes miteinander getanzt werden. Keine Partnerwahl(!) ... denn jeder kann sich einzeln in die Gruppen einfügen. Es tanzt "jeder für sich" doch trotzdem *alle gemeinsam*.

Die Bewegungen werden ganz locker und eher gleitend ausgeführt - mit viel Hüfteinsatz, Oberkörper und Arme bleiben ruhig, die Daumen werden im Hosenbund links und rechts der Gürtelschnalle eingehängt. Die Tänze setzen sich aus Grundfiguren zusammen (Grapevine, Shuffle, Jazzbox), die je nach Choreografie abwechslungsreich variiert und aneinandergefügt werden. Ein Tanz (meist zu einem Musiktitel kreiert) hat seinen "eigenen" Namen und jeweils 24, 32 oder 64 Takte (Counts) oder mehr, bestehend aus unterschiedlichen Schrittfolgen (Sequenzen).

Leichte Tänze können in ca. 15 Minuten gelernt werden.

64 Counts setzen schon etwas Übung voraus und der Line-Dance-Fan ist natürlich mehr gefordert. Zu den Tänzen gibt es Beschreibungen, so dass (wer will) im privaten Kreis das Gelernte geübt und vertieft werden kann.

Couple- und Partner-Dances (z.B. Cotton Eyed Joe, El Paso, Waltz, East Coast Swing) werden ebenso in festgelegten Schrittfolgen getanzt, wobei die Tanzrichtung (LOD = Line of Dance) immer gegen den Uhrzeigersinn verläuft. Während sich die Line-Dancer in der Mitte der Tanzfläche aufstellen (immer in Blickrichtung der Bühne bzw. zur Breitseite der Tanzfläche, vorne links beginnend) tanzen die Couple- und Partner-Tänzer um die Line-Dancer herum. Und noch eine Regel: wer als erster Line-Dancer die Tanzfläche betritt, bestimmt in der Regel den Tanz. Wer allerdings einen Line-Dance tanzt, der nicht so bekannt sein dürfte, sollte sich in der Mitte der Tanzfläche aufstellen. (s.u. "Dance-Floor-Etiquette")

Line Dancing kann jeder lernen, ob Mann oder Frau, Kind und Kegel, Senior und Seniorin, sowohl in verschiedenen Clubs wie auch in Country-Lokalen ("Honky-Tonks") per "open house".

Für die "Hard-Liner" unter den Line-Dancern werden Meisterschaften ausgetragen. Die Europa-Meisterschaft wird in den Niederlanden ausgetragen, die Welt-Meisterschaft in den USA. Mehr Informationen dazu gibt es beim "Bundesverband für Country und Westerntanz e.V." (s. Weblinks).

Grundsätzlich sind Line-Dancer ein sehr offenes und unkonventionelles Völkchen, die sich nicht nur regional, sondern auch weltweit auf Veranstaltungen treffen. Damit jeder Tänzer, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, Line- oder Couple-Tänzer, seinen Spaß hat und die unterschiedlichsten Variationen der Tänze tanzen kann, gibt es überall sogenannte "Dance-Floor-Etiquettes", d.h. Verhaltensregeln auf und um die Tanzfläche herum. Sie dienen nicht nur der Sicherheit der Tänzer, sondern vor allem dem Erhalt des Spaß-Faktors und eines unbekümmerten Zusammenseins.

Letztendlich treffen sich begeisterte "Beinschwinger" bei Veranstaltungen, haben riesigen Spaß, tanzen gemeinsam ...

.... und lernen somit auch immer wieder nette, neue Leute kennen ....

... let’s dance - together .....

 
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